Erfahrungen 2024

 

Im 2024 hoffe ich mit 10 Völkern in den Frühling gehen zu können. Zurzeit schwächelt ein Volk etwas und ich bin gespannt, ob es sich im Frühjahr noch entwickelt.

Wir haben jetzt Februar und die Entwicklung meiner Völker ist sehr weit fortgeschritten. Ich könnte fast meinen es sei März. Leider habe ich noch im Dezember ein Volk wegen Varroa (Kahlflug) verloren. Es war ein sehr starkes Volk und offensichtlich hat die Varroabehandlung nicht so gewirkt, wie sie sollte. Die anderen Völker sind gut durch den Winter gekommen. Das eine Volk, das schwächelt hat seine Königin verloren.  Ich habe eine Königin zugesetzt, jedoch hat das Volk auch diese Königin abgetötet. Daher musste ich das Volk auflösen. Die ersten zwei Schwärme sind in diesem Jahr bereits Ende März abgegangen. Diese konnte ich einfangen und wieder einlogieren. Ein dritter Schwarm ging am 5.5.2024, dieser ist jedoch auf und davon. Vielleicht konnte ein anderer Imker diesen einfangen.

Ansonsten tragen die Bienen viel Honig ein. Ich freue mich schon darauf, den Honig zu kosten. Ende Mai wird der Honig geerntet und geschleudert. Danach muss er noch einen Monat lagern damit er zu einem cremigen Honig gerührt werden kann. Dann endlich wird er in Gläser abgefüllt und steht zum Verkauf bereit. 

Ein weiteres Problem in diesem Frühjahr war bei zwei Völkern eine sehr hohe Varroabelastung. Da die beiden Völker sehr viel Honig eingetragen haben, entschied ich mich für eine totale Brutentnahme. Das heisst, alle Brutwaben werden dem Volk entnommen und eingeschmolzen. Die Varroamilbe versteckt sich in den verdeckelten Brutzellen, um sich zu vermehren. Durch die Entnahme kann ich die Milbenbelastung um ca. 70% reduzieren. Ich hoffe, mit dieser Methode die beiden Völker retten zu können und die Behandlung mit Ameisensäure bis Ende Juni (nach Honigernte)  hinausziehen zu können. Diese Massnahme reduziert neben dem Milbenbestand aber auch den Bienenbestand. Durch den herbeigeführten Brutstopp können sich die Milben nicht vermehren und die Bienenpopulation nimmt ebenfalls ab. Die Bienenpopulation wird sich schnell wieder erholen, so dass ich für die Sommerernte trotzdem einen guten Ertrag erwarte. 

Im Weiteren plane ich zusammen mit einem Imker tiefer in die Königinnenzucht einzusteigen. Wir möchten gerne ca. 50 Königinnen ziehen und diese dann auf Belegstellen begatten lassen. Die Königinnenzucht startet am 7. Mai 2024. Die erste Serie ist aufgrund eines Imkerfehlers gescheitert. Im Pflegevolk gab es noch Eier der entfernten Königin. Daher hatte das Volk die Möglichkeit aus den eigenen Eiern eine neue Königin zu ziehen und entfernten die von uns eingesetzten Maden. Zwei weitere Versuche führten schlussendlich nur zu 5 neuen Königinnen. Diese werde ich hüten und bei Bedarf verwenden, falls es noch ein weiselloses Volk gibt. Leider hatte ich im Herbst Räuberei am Bienenstand zuerst durch Wespen und anschliessend von meinen eigenen Völkern. Dadurch habe ich 4 Jungköniginnen verloren. Es scheint, als ob die Trachtlücke im Herbst dies verursacht hat.

"Die Königinnenzucht ist eine Notwendigkeit, um den Erfolg einer Imkerei herbeizuführen und nachhaltig zu erhalten. Zuerst wird ausgewählt, welches Volk zur Zucht geeignet ist und dann wird der Zuchtstoff entnommen. Selektive Merkmale sind: Sanftmut, ruhiger Wabensitz, Vitalität und ein guter Putztrieb. Weitere Informationen findest du unter nachfolgendem Link."

 

Im Frühjahr habe ich wieder 3 Ableger gebildet, einer von diesen darf ich in Dielsdorf in einem Obstgarten platzieren. Das Ziel im 2024 ist im Herbst 13 gesunde Völker einwintern zu können.

Da ich schon wieder 3 weisellose Völker habe, werde ich nach der Ameisensäurebehandlung 3 Ableger einlogieren und die weisellosen Völker auflösen. So kann ich sicherstellen, dass ich im Frühjahr 13 Wirtschaftsvölker auswintern kann.

Natürlich ist die Erweiterung der Völker auch damit verbunden mehr Honig erwirtschaften zu können. Alle meine Kunden sind sehr zufrieden mit dem Honig und schätzen die hohe Qualität und den aromatischen Geschmack. Im 2023 konnte ich ca. 140 Kg ernten.

Bereits für das 2024 sind wieder viele Bestellungen eingegangen. Ich danke allen für das Vertrauen.

Die Ernte 2024 beträgt ebenfalls 140 kg trotz mehr Völker. Scheinbar hat sich das Wetter nun doch auf den Ertrag ausgewirkt. Die Sammeltage waren durch den Regen verkürzt und durch die Kälte haben die Bienen vermutlich selber mehr Honig verbraucht. Was dazu kommt, war dass dieses Jahr das Trachtangebot an meinem Bienenstand eher knapp war.