Das Leben der drei Bienenwesen: Königin, Arbeitsbiene, Drohne
Königin
Die Königin kann bis zu fünf Jahre leben und ist die wichtigste Biene, sie sorgt für den Nachwuchs. Es gibt nur eine Königin in einem Volk. Die Königin legt je nach Temperaturen von ca. Februar bis November Eier. Sie kann bis zu 2000 Eier pro Tag legen und erweitert ihr Volk bis zur Sommersonnenwende auf ca. 50'000 Bienen.
Sommerbiene (Arbeitsbiene)
Die Arbeiterin lebt im Sommer ca. 35 - 40 Tage. Die Arbeitsbiene hat verschiedenste Aufgaben. Nach dem Schlüpfen wird sie zur Stockbiene, sie putzt zellen und wärmt die Brut. Dann füttert sie Altmaden, ab etwa fünf Tagen füttert sie Jungmaden, dann nimmt sie Nektar ab, putzt den Stock und baut Zellen. Nach etwa 16 Tagen erkundet sie die Umgebung und wird zur Wächterbiene. Ab dem 20. Tag wird sie zur Sammelbiene und sammelt Nektar und Pollen bis sie nach ca. 35 bis 40 Tagen stirbt.
Winterbiene
Die Winterbiene kann bis zu sieben Monate leben. Die Winterbienen werden zwischen August und Oktober erbrütet. Es gibt nur eine Generation von Winterbienen aber mehere von Sommerbienen. Die Aufgabe der Winterbiene ist das Volk erfolgreich über den Winter zu bringen. Sie bilden eine Wintertraube um die Königin und halten die Kerntemperatur bei über 20 °C. Sie benutzen dazu ihre Flugmuskulatur ohne dabei die Flügel zu bewegen. Sie betreiben eine Thermoregulation. Ansonsten verteidigen Sie den Stock gegen Eindringlinge und sie ziehen im kommenden (Vor-)Frühjahr die neue Brut auf. Sie heben dazu die Temperatur im Stock auf 34 bis 35 °C an. Gehen die Vorräte zur Neige, so fliegen sie aus, um frischen Pollen und Nektar zu suchen und einzutragen.
Drohne
Bei den ganzjährig staatenbildenden Honigbienen treten die Drohnen nur in der Vermehrungsphase des Bienenvolks, der Schwarmzeit auf, etwa von April bis August, hauptsächlich aber im Mai und Juni. Zur Aufzucht werden von den Arbeiterinnen größere Wabenzellen geschaffen. Bis zur Jahresmitte können in einem starken, gesunden Bienenvolk einige hundert bis tausend Drohnen vorhanden sein. Die Drohnen beteiligen sich nicht an irgendwelchen Arbeiten im Bienenstock oder am Sammeln von Pollen und Nektar. Sie sind nicht in der Lage, Nektar aus Blüten aufzunehmen, sondern sind zu ihrer eigenen Ernährung auf den sozialen Futteraustausch im Bienenvolk angewiesen. Nach der Geschlechtsreife fliegen sie regelmäßig aus, um auf speziellen Drohnenplätzen nach begattungsfähigen Bienenköniginnen zu suchen. Die Kopulation mit einer jungen Bienenkönigin findet bei einem Hochzeitsflug statt. Hierbei wird der Geschlechtsapparat der Drohne herausgestülpt. Nach der Begattung verbleibt der Penis der Drohne bei der Bienenkönigin, die Drohne fällt von der Königin ab und stirbt. Kurze Zeit nach der Sommersonnenwende findet die sogenannte "Drohnenschlacht" statt. Den Drohnen wird dabei der soziale Futteraustausch verweigert und sie werden bereits am Flugloch abgedrängt, also nach ihren Ausflügen nicht mehr in den Bienenstock gelassen. Es kommt auch vor, dass jüngere Drohnen von Arbeiterinnen aus dem Bienenstock herausgezerrt werden. Durch Nahrungsmangel werden sie zunächst flugunfähig und verhungern schließlich. Häufig kann man in dieser Phase herumkrabbelnde, sterbende Drohnen beobachten. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Drohne_(Hautfl%C3%BCgler)).
Aussehen der drei Bienenwesen

Entwicklungsstadien und Entwicklungsdauer von Königin, Arbeiterin und Drohne
